August-Macke

August Macke, Selbstportät mit Hut 1909

August Macke

 

Name:                  August Robert Ludwig Macke

Geburtsdatum:      3. Januar 1887

Sterbedatum:        26. September 1914

Geburtsort:           Meschede (Westfalen, östlich von Dortmund)

Wohnorte:            Köln, Bonn,

                           Tegernsee (Bayern),

        Thunersee (Schweiz)

und auch Kandern

Familie:                Die Mutter Florentine und

                           seine Schwester Auguste

                           wohnten in Kandern.

                           Ehefrau Elisabeth Gerhardt
                           2 Söhne: Walter und Wolfgang

Leben und Werk

 

Seine Kindheit und Jugend verbrachte August Macke in Köln und Bonn.
Nach seiner Schulzeit begann er mit 17 Jahren ein Kunststudium in Düsseldorf.
Schon früh reiste er durch Europa, häufig nach Paris. Er besuchte dabei die großen Kunstmuseen. Hier lernte er andere Künstler kennen und wurde von ihnen beeinflusst.

Ab 1907 studierte er Kunst in Berlin.

 

Walterchens Spielsachen, 1912

1909 heiratete er Elisabeth Gerhardt und zog mit ihr an den Tegernsee in Bayern.

1910 und 1913 wurden die beiden Söhne Walter und Wolfgang geboren.

Frau des Künstlers mit Hut 1909
Bildnis Franz Marc, 1910

Macke freundete sich mit Künstlern wie Franz Marc und Wassily Kandinsky an. Aus dieser Freundschaft entsteht die Künstlergemeinschaft des "Blauen Reiters".

Diese Künstler wollte eine ganz neue Kunstrichtung schaffen, den Expressionismus. Sie wollten mit ihren Bildern tiefe Gefühle zum Ausdruck bringen, deshalb malten mit ausdrucksstarken, keineswegs wirklichkeitsgetreuen Farben; Menschen und Gegenstände stellten sie stark vereinfacht dar. So schockierten sie das Publikum, das solche Kunst nicht gewohnt war.

August Macke zog es immer wieder nach Kandern, wo seine Schwester Auguste als „Kronenwirtin“ lebte. Nach dem Tode seines Vaters lebte auch seine Mutter in Kandern. Kandern war für den jungen August Macke neben der Stadt Bonn eine zweite Heimat.

Straße mit Kirche in Kandern, 1911

Er schätzte die Stadt und ihre Umgebung über alles: „Ich kenne keinen anderen Ort, der derart klassische Motive aufzuweisen hätte, wie dieses herrliche Kandern,“ schwärmte er in einem Brief an seine Frau. In Kandern entstanden ungefähr zwanzig Ölgemälde, zahlreiche Zeichnungen, mehrere Skizzenbücher und viele Aquarelle.

 

August Macke. Kirche in Kandern. 1911

1913 zog August Macke mit seiner Familie an den Thuner See in die Schweiz. Dort lernte er den Künstler Paul Klee kennen.

Garten am Thuner See, 1913
Der Eselreiter, 1914

Tunisreise

Im Jahr 1914 reiste Macke mit zwei Freunden, den Malern Paul Klee und Lois Moilliet nach Tunis, einer Stadt in Tunesien, Nordafrika. Die drei Künstler tauchten ein in ein Land, das für Europäer damals voller Geheimnisse und Wunder war: die arabische Sprache, die Männer in ihren langen traditionellen Gewändern, die Dromedare als Lasttiere und die engen Gassen der Altstadt.

 

Landschaft mit Kühen und Kamel, 1914

August Macke hielt die Menschen und ihre alltägliche Umgebung fest, mit Fotoapparat, Skizzenbuch und Aquarellpinsel. Diese traumhaften Tage in Nordafrika waren der Höhepunkt seines Lebens und seines künstlerischen Schaffens. Als er wieder zurück in Deutschland war, malte er wie im Rausch und es entstanden in wenigen Wochen viele seiner berühmtesten Gemälde.

Tod

Schon bald nach seiner Rückkehr, am 1. August 1914, musste er als Soldat in den 1.Weltkrieg ziehen. Die Briefe an seine Frau erzählen von den Schrecken und der Grausamkeit des Krieges. Er fiel schon am 26. September 1914 im Alter von 27 Jahren in der Champagne.

 

Abschied, 1914
Frau mit grüner Jacke 1912

August Macke hinterließ 6000 Skizzen, mehr als 3000 Zeichnungen und 128 Gemälde, von denen viele weltberühmt sind. 2007 wurde eines seiner Bilder für 2,4 Millionen Euro verkauft.